Euphorbien-Gesellschaften
Tabaiba dulce
© Foto G.Borgward, Las Tablas, El Hierro.

Auf allen Kanarischen Inseln werden für die Vegetation sogenannte Vegetationsstufen angenommen.
Der Bewuchs der Gebiete ist abhängig von Höhenlage und Sonnenexposition. Der Bewuchs in der xerophilen (trockenen) Basalstufe (an den Südflanken der Inseln bis ca. 400m über dem Meer) besteht normalerweise aus Sukkulenten-Gesellschaften wie Euphorbia balsamifera (Tabaiba dulce), die durch unterschiedliche Faktoren als stark gefährdet gelten.
Auf El Hierro existieren noch Restbestände dieser sehr alten Pflanzen.

Nebenstehend sehen Sie Euphorbia balsamifera in der Nähe des Faro de Orchilla in einer Aufnahme von 1996, wo die Pflanzen fast abgestorben erschienen.
 
 
Im Foto unten der gleiche Bestand im Jahr 1998, nachdem im Jahr zuvor etwas mehr Regen gefallen war.

Tabaiba dulce

Überwiegend haben sich auf den Flächen andere Arten angesiedelt, die für eine Degradation typisch sind. Dazu zählt eine andere Euphorbien - Art, Euphorbia obtussifolia (Tabaiba amarga). Dulce bedeudet "süß", amarga bedeutdet "bitter". Schon die Namen sagen etwas darüber aus, welche der beiden Pflanzen als Futter von den Ziegen bevorzugt wird.
Seit die Beweidung durch freilaufende Ziegen vor einigen Jahren auf der Insel verboten wurde, breiten sich gefährdete Pflanzen wieder aus.

Tabaiba amarga in La Dehesa
 
Tabaiba amarga