Die Untersuchung von Naturräumen und deren Abbildung in einer Karte ist seit jeher Teil der Arbeit von Geographinnen und Geographen. Zunehmend werden in den letzten Jahren zeit- und kostenaufwändige Geländeuntersuchungen durch die Analyse von digitalen Fernerkundungsdaten ergänzt, ersetzen Computer und Plotter den Zeichenstift. Das Ziel einer Untersuchung aus dem Jahr 1998 bestand darin, zu bestimmen, wie zuverlässig die Ergebnisse digitaler Analyseverfahren in einem Gebiet sind, das durch starke Reliefunterschiede, geringe Vegetationsdichte und extensive Bewirtschaftung charakterisiert ist. Dazu gehörte es auch, die Probleme zu beschreiben, die bei der Nutzung von Fernerkundungsdaten und deren Umsetzung in topographische Maßstäbe auftreten. Das Ergebnis ist eine auf der Grundlage von Satellitenbilddaten durch digitale Analyse hergestellte Vegetationskarte im Maßstab 1:50.000. Nach der Datenanalyse wurden 19 Vegegtaions-/Bodennutzungsklassen festgelegt. Im Vergleich mit einer bereits existierenden Vegetationskarte stellte sich heraus, dass mit Hilfe von Satellitenbilddaten eine wesentlich höhere Standortgenauigkeit und Flächentreue erreicht werden kann. Die Abbildung oben zeigt einen Ausschnitt aus der Karte vom Westteil der Insel. |